Herren 1

Sieg in Paderborn

22. Februar 2026

Freitagabend, 20:30 Uhr in Paderborn. Das ist nicht „ach komm, bisschen Auswärtszocken“, das ist eher Kategorie: lange Fahrt, komische Tip-Off-Zeit und ein Heimteam, das regelmäßig genau dann aufwacht, wenn man eigentlich schon im Bus zurück sitzen will. Entsprechend war vor dem Trip ein bisschen Magengrummeln dabei.

Die Gerther starteten aber genau richtig: bissige Defense, Rebounds kontrolliert, Tempo diktiert und zack, nach sieben Minuten stand’s 18:4. Dann kam kurz der typische „drei Minuten Funkstille“-Moment mit ein paar Turnovern, trotzdem ging’s verdient mit 18:6 in die erste Pause.

Im zweiten Viertel wieder Fokus an, konsequent gespielt und den Vorsprung auf 27:11 (15.) hochgezogen. Und dann… ja. Im Gefühl der Sicherheit einen Gang rausgenommen, ein paar unnötige Fehler angeboten und Paderborn hat die Einladung dankend angenommen. Plötzlich war wieder Feuer drin: 23:27, zur Pause nur noch 27:33. Spiel wieder offen.

Heiko Skiba nach dem Spiel: „Ja, wir haben uns das natürlich selber eingebrockt, weil wir nicht konsequent weiter gearbeitet haben. Wir haben Paderborn eingeladen, das Spiel eng zu machen und eine Chance zu wittern. Die klare Anweisung in der Halbzeit war es, das Spiel wieder ernst zu nehmen.“

Die ersten Minuten nach der Pause: zäh. Viele Fouls, wenig Rhythmus, kein richtiger Flow. Beim Stand von 32:37 war die Unruhe auf dem Feld eher ein Vorteil für Paderborn. Dann wurde es ruppiger, es gab ein kleines Handgemenge, die Paderborner Defense wurde härter… und Gerthe schaltete endlich komplett auf „Jetzt reicht’s“.

Was dann folgte, war ein Statement: ein 22:3-Lauf zum Ende des dritten Viertels. Aus einem wackeligen Spiel wurde plötzlich eine klare Ansage, vor dem Schlussviertel stand es 35:59. Vorentscheidung, Deckel fast drauf.

Im letzten Abschnitt machten die Gerther direkt weiter, zwei Dreier in Folge, weiter gut verteidigt, 67:37 (34.) und damit war die Messe gelesen. In den letzten Minuten wurde auf beiden Seiten viel rotiert, die Defense nicht mehr ganz so giftig, dafür ging’s munter hin und her. Am klaren und hochverdienten 86:60-Auswärtssieg änderte das nichts mehr.

Heiko Skiba: „Das war ein wichtiger Sieg, ein Top 3. Viertel. Wir bleiben weiter oben. Nun gilt der Fokus dem Mittwochabend, Pokal-Viertelfinale in Köln. Wir wollen ins Final-Four und dafür werden wir am Mittwoch alles geben.“

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