Ein Jahr lang bestimmt die Pandemie nun auch schon in unserem Team das gemeinsame Handeln. Tatenlos waren wir jedoch nicht.

Die schamlose Anlehnung an den Titel des Podcasts des NDR soll die Überleitung dazu sein, dass wie in so vielen Bereichen des Lebens das Virus unseren Alltag bestimmt hat.

Im März vergangenen Jahres wurde die damalige Saison aus bekannten Gründen ausgesetzt und nach einiger Zeit dann auch komplett eingestellt. Schön zu sehen war es, dass innerhalb des Teams dann schnell Initiative für Online-Meetings ergriffen wurde, so dass man auch schon während des ersten Lockdowns das erste Mal voneinander hörte.

Analog zu diesem Jahr wurde im Hintergrund der Abteilung unermüdlich daran gearbeitet, wie man verantwortungsvoll mögliche Öffnungsszenarien für die aktiven Mitglieder realisieren konnte. Umgesetzt wurde dies zunächst durch Individualtraining auf unserem Freiplatz ab Mitte Mai. Die Erleichterung und Freude endlich wieder das tun zu können, was der Trainer und die Spielerinnen lieben, war entsprechend groß.

Nach und nach sanken in den Sommermonaten die Inzidenzen und entsprechend veränderten sich die Vorgaben. Für uns bedeutete das zunächst: Was an Kontakt zur jeweiligen Zeit in der Halle erlaubt gewesen wäre, trainierten wir auf dem Freiplatz. Eine Neuerung dieses Sommers war auch, dass wir für den Trainingsbetrieb beide Damenmannschaften gemeisam trainieren ließen. Sukzessive steigerte sich damals auch der Kontakt auf dem Feld, bis wir draußen einen Prä-Corona Trainingsplan im 5 vs. 5 umsetzen konnten. Eine verspätete Saisonabschlussfahrt für die vorausgegangene Saison war selbstredend illusorisch, einen Teamabend haben wir uns im Spätsommer allerdings doch zugetraut. Schön zu sehen, dass das Konzept einer Stoffmaske konsequent zu Ende gedacht worden ist:

   

 

Auch im Spätsommer sind wir nicht wirklich davon ausgegangen, dass eine Saison stattfinden wird. Der Trainingsplan gestaltete sich währenddessen trotzdem, als sei dies der Fall. So ging es neben den Einheiten auf dem Freiplatz auch regelmäßig in den Gysenbergpark, wo besonders die konditionellen Grundlagen der potentiellen Saison hätten gelegt werden sollen. Als allmählich die Tage kürzer wurden, verschob sich wegen der Lichtverhältnisse unser Training langsam aber sicher vom Freiplatz in die Halle.

Zu einer Saisonvorbereitung gehören Testspiele und zwei an der Zahl haben wir bestritten. Zuznächst gastierten wir bei unseren Nachbarn in Langendreer, was merkwürdig vertraut und doch ganz anders war. Neu waren die Überlegungen, wer von uns Trainern und Spielerinnen wann und wo die Maske trägt, wo man sich in den Gängen der Halle begegnen könnte und so weiter und so fort. Ganz gewöhnlich war die Aufregung und die Begeisterung, die ein Spiel bei einem hervorruft, obschon es lediglich ein Testspiel gewesen ist. Außerdem war es die erste Möglichkeit, die ,,Neuzugänge" gemeinsam mit dem Team der vorrausgegangenden Saison aufs Feld zu führen. Das zweite Spiel brachte uns nach Kaiserau. Die Gastgeber wollten sich eigentlich eine Saison lang mit ihren Gästen fotografieren lassen, um Zivilcourage Ausdruck zu verleihen. Durch die Pandemie entstand dort nur dieses eine Foto, aber ich möchte die Aktion gern in Erinnerung rufen:

 

Zwar gingen beide Spiele verloren, allerdings war es schön, ein Stück weit Basketballnormalität durchleben zu können. Als es Richtung Herbst ging, wurde es immer offensichtlicher, dass der Sommer andere virologischen Realitäten geschaffen hat. Mit zunehmender Inzidenz wurde es wahrscheinlicher, dass ein Ligabetrieb wie wir ihn aus allen anderen Jahren kannten, nicht möglich sein würde. Long story short: Verschiedene Aufschübe des Beginns der Saison mündeten schließlich in diesem Jahr in einer kompletten Absage von ihr. 

Vor circa einem halben Jahr sahen wir uns als Team letzte Mal persönlich. Das Sport- und Bäderamt ließ aufgrund von Corona die Hallen für den Vereinsbetrieb schließen. Bis Weihnachten gab es zwar noch sporadisch online Teamabende, aber währenddessen passierte ansonsten erst einmal nicht wirklich viel. Verschiedene Spielerinnen sah ich natürlich in den Meetings, in denen von Vereinsseite aus das Online-Angebot für den TVG konzipiert wurde. Nur eben nicht als ihr Trainer, sondern als Trainerkollege.

Für das neue Jahr haben wir versucht, uns aus der vorherigen Lethargie herauszuarbeiten. Für bestimmte Zeiträume muss das Team normalerweise gemeinsam eine bestimmte Anzahl von Kilometern, verschiedene Übungen, die man zu Hause erledigen kann und seitdem es erlaubt ist auch von Würfen absolvieren. Momentan sieht viel Kommunikation beispielsweise wie folgt aus:

       

Abschließend noch ein paar Gedanken. Einiges was ich in diesem Artikel berichte, wäre zum jetzigen Zeitpunkt der dritten Welle völlig undenkbar. Bitte betrachtet das im Lichte der Zeit, wo es stattgefunden hat. Nach meinem Dafürhalten haben wir als Team - und auch im Verein - jegliche Vorsicht walten lassen, die zum jeweiligen Zeitpunkt aus virologischer Sicht angebracht schien und sind nie freizügiger gewesen, als es dann erlaubt war.

Leider ist alles, was Vereinsleben, zumal in unserem Sport, ausmacht, kontradiktorisch zu dem, was während der Pandemie angesagt ist. Die Pandemie gebietet Abstand und Isolation, wohingegen das Team bzw. den Verein Kontakt und Gemeinsamkeit stark macht.

Hoffentlich bis bald und bleibt gesund!

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