Sechs tapfer auftretende Gertherinnen schafften beim Tabellenersten aus Dorsten die Sensation. Dabei standen die Vorzeichen denkbar schlecht, weil mit Lena neben Lara und Angie auch die dritte Spielerin verletzungsbedingt absagen musste. Doch die verbliebenen Spielerinnen zeigten Moral und ließen sich auch durch eine schwächere erste Hälfte nicht aus der Ruhe bringen.

Die Gastgeberinnen waren nicht nur in der Überzahl, sondern auch körperlich wesentlich länger und robuster. Um die Längennachteile abzumildern und eventueller Foulbelastung entgegenzuwirken, entschieden wir uns für eine tief gestaffelte Zonenverteidigung. Nichtsdestotrotz erspielten sich die Gastgeberinnen in der ersten Halbzeit routiniert viele Abschlüsse in Korbnähe. Vor allem die Spielerin Spago war buchstäblich eine Nummer zu groß für uns und erzielte  14 ihrer 26 Punkte in den zwei Auftaktvierteln. Wir gestatteten dem Gegner in diesem Zeitraum 28 Punkte, nicht berauschend, aber im Rahmen.

Offensiv drückte in dieser Phase noch der Schuh. Wir suchten zu häufig das 1-1 und erspielten uns unsere Abschlüsse zu selten im Teamverbund. Zudem verließen wir uns in diesen Situationen auf unsere Finesse sowie Geschwindigkeit und scheuten im Normalfall den Kontakt mit den stabil auftretenden Dorstenerinnen. So lagen wir in der 19. Minute mit elf Punkten im Hintertreffen und waren nun gefordert, Dinge zu ändern.

Trotzdem gab das ausgeglichene zweite Viertel Mut für den restlichen Spielverlauf. In der Halbzeit besprachen wir, wie defensive Nuancen verändert werden sollten und ermahnten uns zu mehr Teamspiel in der Offensive. Vor allem jedoch war es wichtig, dass wir bei unseren Penetrationen auch den letzten Schritt Richtung Korb und Gegenspielerinnen konsequenter suchten.

Zu Beginn tauschten beide Teams Körbe, bis dann in der 24. Minute Vani der körperlichen Verteidigung trotzte und entschlossen ihren Korbleger mit Foul der Gegenspielerin erzielte. Dies sollte dann der endgültige Wendepunkt in unserer Offensive sein. Fortan nahmen sich alle unserer Mädels hieran ein Beispiel und sollten erfahren, wie erfolgreich wir damit sein können. Mit dem 12-4 Lauf zu Ende des Viertels schafften wir es, den Rückstand aus Halbzeit eins zu egalisieren.

Mehr noch, die Dorstenerinnen schienen mehr und mehr ins Grübeln gekommen zu sein und ließen es an der vorherigen Präzision und Ruhe vermissen. Ab dem Schlussviertel versuchten die Gastgeberinnen nach jedem unserer Defensivrebounds den Ball direkt in ihrem Vorfeld wieder zu erobern. Hierbei sollte dann die größere Wendigkeit meiner Spielerinnen spürbar werden. Waren wir zu Beginn noch durch zwei Dreipunktwürfe erfolgreich, kamen wir bereits ab der 35. Spielminute bei jedem Foul an die Linie. Wackelte im vorherigen Spielverlauf an der Freiwurflinie noch zu häufig das Handgelenk (4/11), bewiesen die Gerther Ladies ab diesem Zeitpunkt Nervenstärke und verwandelten zwölf ihrer achtzehn Freiwürfe. So konnten wir uns Punkt um Punkt  von den Gastgeberinnen absetzen und schafften es zudem, dank intensiver Verteidigung nur noch sieben Punkte der Dorstenerinnen zuzulassen. Vor allem Vivie brillierte offensiv im Schlussviertel und erzielte ohne Fehlwurf neun Punkte im letzten Abschnitt.

Der bis hierhin doch recht nüchterne Spielbericht schafft es nicht, den großartigen Einsatz meiner Spielerinnen zu würdigen. Jeder Defensivrebound, jeder Ballgewinn war nur daher möglich, weil unsere Gertherinnen sich in allen Defensivaktionen voll einsetzten, um die im Schnitt einen Kopf größeren Gegenspielerinnen im Zaun zu halten. Mit diesem Einsatz wird man in dieser Saison in jeglichen Spielen konkurrenzfähig sein. Vor allem, wenn wir dazu dann unsere spielerische Idee deutlicher durchsetzen können.

BG Dorsten vs. TV Gerthe: 51-58 (14-7; 14-13; 10-18; 13-20)

Es spielten: Ilka 3, Anrica 6, Vivie 13, Lea 10, Vani 10, Svenja 16   

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