Am vierten Spieltag der Rückrunde der U16 Landesligasaison gastierte mit ETB Essen 2 ein direkter Abstiegskonkurrent im „Gerther Dome“. Das U16 Team des TV Gerthe war vor dem Spiel auf dem elften und ETB Essen auf den zehnten Rang platziert. Beide Teams trennte lediglich einen Sieg in der Tabelle. Somit wusste Coach Korscheck um die Wichtigkeit dieser Partie.

Die Ausgangslage war aber mal wieder sehr Suboptimal. Kapitän und Topscorer Patrik Sommerfeld hat sich einen Tag nach seinem Comeback in der letzten Woche gegen Langendreer einen Schnupfen zugezogen und konnte dementsprechend nicht trainieren. Philippe Landwehr war an dem Tag aufgrund seiner JBBL-Verpflichtung verhindert und auch andere Spieler fehlten oder konnten aufgrund einer Schulfahrt nicht am Training innerhalb der Woche teilnehmen. Des Weiteren teilte Maxim Halander kurz vor dem Spiel mit, dass er sich auch erkältet hätte und nur relativ wenig spielen könne. So standen Coach Korscheck 8 mehr oder weniger fitte U16 Spieler und Berk Altun (U14-Spieler) für das Spiel zur Verfügung.

Die Partie begann schleppend, aber mit Vorteilen für die Gastgeber aus dem Bochumer Norden. Immer wieder konnte die Zonenpresse der Essener Gäste durchbrochen und in einfache Korbleger umgemünzt werden. Demzufolge stand es nach 4 gespielten Minuten 8-3 für den TV Gerthe. Dieser Spielstand zwang den Essener Coach zur ihrer ersten Auszeit. Essen justierte ihre Pressverteidigung erfolgreich und konterte den Gerther Anfangslauf mit einem 8-0-Run innerhalb 3 Minuten ihrerseits. Wodurch sich Coach Korscheck gezwungen fühlte in der 7.ten Spielminute seine erste Auszeit zu nehmen. In dieser wurde daraufhin gewiesen, dass die gespielte Verteidigungsart von Essen eine Zonenpresse und keine einfache Mann vs Mann-Pressverteidigung ist. Das Dribbling gegen diese Verteidigungsart musste eingestellt werden und es sollte mehr gepasst und abseits des Balles geblockt werden. Die vorgenommenen Änderungen zeigten auch Wirkung, denn der Gastgeber konnte durch wenige Pässe das Spielgerät schnell nach vorne bringen und zu einfachen Abschlüssen kommen. In der Defensive wurde von den Gerthern aber schlampig bis gar nicht gereboundet. Immer wieder bekamen die Gäste aus Essen eine zweite oder sogar dritte Wurfgelegenheit und konnten so jeden Punkt den die Gerther bis zum Viertelende erzielten, durch einen Punkt ihrerseits beantworten. Viertelendergebnis 16-19 aus Gerther Sicht.

Das zweite Viertel liefen dann Jasper Hartwich und Patrik Sommerfeld etwas wärmer und initiierten zusammen einen 8-4 Lauf innerhalb von 3 Minuten, sodass Gerthe die Führung übernahm. Im Anschluss entwickelte sich ein Spiel mit mehrfachen Führungswechseln und Gleichständen. Zwar wurde von den Hausherren immer noch zu oft versucht den Ball nach vorne zu dribbeln, aber im Generellen blieb die Zonenpresse der Essener Gäste ohne größeren Erfolg. Kopfzerbrechen bereitete Coach Korscheck nur, die eigene Reboundschwäche unter dem eigenen Korb. Immer wieder wurde nicht ausgeboxt und den Essenern der Rebound geschenkt. Aufgrund dessen konnten die Gäste, die diese Geschenke dankbar annahmen, punktetechnisch in Reichweite bleiben. Zur Halbzeit war auf der Anzeigetafel 34 -32 aus Gerther Sicht abzulesen.

In der Halbzeit thematisierte Coach Korscheck nochmals, dass gegen die Zonenpresse der Gäste Dribblings nicht zum gewünschten Ziel führen werden. Denn bei dieser Art der Pressverteidigung kommt es immer wieder zum Doppeln des ballführenden Spielers. Vielmehr sollte der einwerfende Spieler als “Safty “ und Anspielstation hinter den ballführenden Spieler bleiben und im Spielaufbau sollte das Spielgerät nach vorne gepasst werden. Des Weiteren wurde auch nochmals das Ausboxen angesprochen, welches in der ersten Hälfte gar nicht stattfand.

Die zweite Hälfte begann dann vor allem Timur Salar und Patrik Sommerfeld stark. Innerhalb der ersten fünf Spielminuten in der zweiten Halbzeit erzielten beide Spieler 14 der erzielten 16 Gerther Punkte zusammen und bauten das Ergebnis auf 50 zu 43 in der 25 Spielminute aus. In folgenden kamen die Essener Gäste wieder besser ins Spiel und konnten durch einen Dreier und einen Korbleger wieder verkürzen. Maxim Halander punkte aber zweimal in Folge und stellte den Abstand wieder her. Auch ein weiterer Essener Korbleger und drei Freiwurfpunkte konnten die Gastgeber durch vier Punkte von Jasper Hartwich und ein Dreipunktespiel von Bela Schütte beantworten, sodass es am Ende des dritten Viertels 61 zu 55 für den TV Gerthe stand.

Im letzten Spielabschnitt startete Essen mit einem Dreier, wodurch nochmal deutlich wurde, dass Essen die drohende Niederlage nicht kampflos akzeptieren wollte. Aber Patrik Sommerfeld, Jasper Hartwich und Timur Salar hielten dagegen. Das Problem war nun, das Timur Salar schnell seine Fouls Nr.3 und Nr.4 kassierte (wobei das vierte Foul aus meiner Sicht mehr als fragwürdig war) und somit erst einmal mitten des letzten Viertels von seinen Coach auf die Bank geordert wurde. Auch Patrik Sommerfeld brauchte für eine Minute eine kleine Verschnaufpause, sodass die beiden ersten Scoring-Optionen des Gerther-Spiels nicht mehr im Spiel waren. Dies nutzen die Essener aus und reduzierten den Rückstand auf 73-75 aus ihrer Sicht in der 37. Spielminute. Erst mit der Einwechslung von Timur Salar konnte Gerthe wieder punkten. Timur stellte zwar in der 38. Spielminute den Spielstand wieder auf 77 zu 73, wurde aber wenig später mit seinen fünften Foul belegt und musste das Spielfeld wieder verlassen. Die Gäste aus Essen konnten in den letzten beiden Spielminuten dann nur noch 1 von ihren 4 Freiwürfen verwandeln und konnten somit die Niederlage nicht mehr verhindern. Da Jasper Hartwich auch noch 2 seiner 4 zugesprochenen Freiwürfen verwandelte, gewann Gerthe das Spiel 79 zu 74.

Coach Korscheck: Ich habe mir schon gedacht, dass Essen uns mit einer Presse verteidigen wird, aber mit einer Zonenpresse habe ich nicht gerechnet. Essen spielt diese Verteidigungsart mit einem Jungjahrgang sehr gut. Dafür, dass wir noch nie gegen eine Zonenpresse agieren mussten, haben wir dies aber gut gelöst bekommen. Nach meiner ersten Auszeit wurde der Ball von meinen Jungs öfters nach vorne gepasst, als versucht gegen die Pressverteidigung an zu dribbeln. Dies hätte ich mir noch öfters gewünscht, aber allzu oft haben wir den Ball im Aufbau dadurch nicht verloren. Das Ausboxen dagegen war heute eine einzige Katastrophe beziehungsweise schon eine Unverfrorenheit meiner Spieler und der Hauptgrund, warum Essen ergebnistechnisch in Reichweite bleiben konnte. Essen hatte reihenweise doppelte und dreifache Chancen gehabt um einen Korb zu erzielen und waren dementsprechend auch irgendwann erfolgreich. Klammern wir das Reboundverhalten einmal aus, so haben wir aber ein ziemlich gutes Spiel geliefert, in welchen jeder der eingesetzten Spieler gepunktet hat. Zudem haben drei Spieler zweistellig gepunktet und zwei Spieler haben die 20-Punkte Marke übertroffen.

Mit dem Sieg sind wir nun an ETB Essen vorbeigezogen und belegen nun den 10. Platz, was das Minimalziel für uns sein sollte. Nächste Woche spielen wir bei unseren Nachbarn in Herne, welche aktuell den 7. Platz innehaben. Von den letzten vier Spielen konnte der Herner TC drei gewinnen und ist somit in einer guten Verfassung. Herne ist sicherlich “Defensiv-Taktisch “ nicht so stark, aber sicherlich körperlich überlegener als Essen und auch als wir.

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